Archiv für Februar 2008

Kinderbetreuung in Deutschland

Grade Titelthema in der Printausgabe des Spiegel und hier bei sp0n findet sich ein gutes Interview mit Wolfgang Tietze, Kleinkindpaedagoge aus Berlin.

Es kommt Bewegung in die Hebammenausbildung:

Bachelor of Science Midwifery and der Uni Osnabrueck (pdf)

Ich bin mal sehr gespannt, wie sich das entwickelt.

Tag 3 nach ET

Heute wieder beim Arzt. Hatte eigentlich nichts besonderes erwartet und mich eher son bisschen gelangweilt zum CTG hingelegt, der Toko-Abnehmer zeigte erstmal garnichts an, dafuer aber kraeftige Herztoene beim Bewohner. Ploetzlich komische Schmerzen in den Oberschenkeln, und dann auch noch im Ruecken und im Unterbauch, wie kann das denn? Das sind doch Wehen? Reelle, ernsthafte Wehen, nicht das bisschen Ubeungs- und Senkwehen wie die letzten Tage ab und zu mal.
Wow, musste ich erstmal bisschen heulen.
Langsam zeigten die sich dann auch auf dem CTG, vor allem nachdem ich mich aus der liegenden Position in sone Art Ski-Haltung gebracht hatte.
Dann kam auch schon die Sprechstundenhilfe rein und meinte: ich hol mal Frau Dr.
Die war ganz angetan vom geschehn und meinte, ob ich das Kind nicht da bekommen will.
Aber da hatten die Wehen schon wieder aufgehoert und am Muttermund war auch noch alles mehr als intakt.
Doof.

Bedingungen/Faktoren fuer VBAC

Diese Liste war wohl in Ausgabe 12/06 der Deutschen Hebammenzeitschrift:

Bedingungen/Faktoren fuer VBAC

* Eine Geburt nach Uterusoperation darf weder mit „natürlichen“ chemischen Substanzen, beispielsweise Rhizinus, noch mit pharmakologisch gebräuchlichen Mitteln (Oxytocin, Prostaglandin) eingeleitet oder beschleunigt werden

* Die Frau muss alle Möglichkeiten der Wehenentlastung (Position, Bewegung, Wasser) nutzen können

* Die Voraussetzungen der interventionsarmen Geburtshilfe müssen eingehalten werden

* Die Betreuung durch eine einzige Hebamme muss gewährleistet sein (noch besser: die Vorsorgehebamme ist gleichzeitig die entbindende Hebamme)

* Zusätzliche physikalische Kräfte wie Kristeller oder Credé müssen vermieden werden

* Eine Anästhesie – und auch eine chemisch initiierte Analgesie (künstlich hergestellte Gefühllosigkeit) – ist zu vermeiden

* Psychischer Stress (Angstappelle, Erfolgszwang, Einsamkeit) und physischer Stress (Hunger, Durst, Kälte) sind zusätzlich zu vermeiden

* Eventuelle Alarmzeichen der Geburt sollten richtig eingeordnet werden können

* Eine operative Notfallintervention muss innerhalb von 20 Minuten erfolgen können

Zu vermeidende Risikofaktoren:

* Es wird häufig eingeleitet. Das bedeutet, daß die Narbe einer unsteuerbaren, künstlich erzeugten Belastung ausgesetzt wird.

* Die Geburt wird durch Wehenmittel beschleunigt, wenn es geboten erscheint. Dies bedeutet einen zusätzlichen Stress für die Operationsnarbe, ähnlich wie bei der Einleitung.

* Es wird bei Bedarf eine PDA gesetzt oder es werden andere Betäubungsarten verwandt. Die Schmerzempfindung kann so nicht mehr adäquat wahrgenommen werden.

* Es wird bei Bedarf kristellert. Dies geht einher mit einer mitunter hohen und nicht kontrollierbaren Belastung des Narbengewebes.

* Die Betreuung der Geburt durch eine Hebamme, die sich nur um diese „Risiko-Frau“ kümmert, ist in den wenigsten Kreißsälen gegeben.

* Das CTG als technologische Überwachungsmaßnahme kann eine drohende Ruptur nicht anzeigen. Trotzdem ersetzt das Gerät häufig die personelle Überwachung.

(via rabeneltern.org forum)

Sehr interessant finde ich, das die genannten Faktoren mehrheitlich gegen eine Geburt in der Klinik sprechen.

Ich weiss nicht, wie das in Deutschland gemacht wird…

aber hier sagen sie, US-amerikanische Medizinstudenten lernen vaginale Untersuchung an Frauen in Narkose.
*Schuettel*
Solche Filme, wie ja auch den wird man hier kaum zu sehen bekommen.
Mir graut immer mehr vor den Kitteltraegern.

Das ist so gut:

NIP – nursing in public (scheint ein grosses Problem in USA zu sein)

Would you please not breastfeed in front of my husband or son?

Let me start off by apologizing. I’m very sorry that you had the misfortune to get stuck marrying an immature moron with an overactive sex drive. Sometimes who I happen to nurse in front of is beyond my control and I much rather not nurse in front of your husband especially since it sounds like he can’t turn off that nagging voice yelling “Booby! Booby! I see booby!” coming from his gonads. What I suggest is you politely take him by the hand and lead him away from the scene. The hand holding is very important since he won’t be able to avert his eyes – we don’t want him walking into walls or anything. You might need to smack him a couple times to get his attention but once you have it, explain to him that I am not dancing around in pasties looking for tips. It’s not about trying to turn him on, and in fact, it’s not about him at all and he needs to learn to control himself and go on with life as though nothing out of the ordinary is happening because nothing out of the ordinary is happening. You might need to take him home, sounds like he could use a good boinking.

If your husband is actually scared/turned-off by the sight of a breast, then you might have bigger issues.

As far as your son, well, he is a young boy/teen. He may gawk and laugh because that is what silly boys do and hopefully it’s something they’ll outgrow but sounds like hereditary is working against him. This might be a good time to explain what is happening and it could even start off a good conversation about respecting women and the whole birds and bees thing about where babies come from and how they eat.“

http://www.mamac-ta.com/?p=551

Was ist eigentlich eine „normale Geburt“?

„Women who have their waters broken artificially, induction or acceleration with drugs, epidural anaesthesia and episiotomy do not have normal births – they have obstetric deliveries, and it is this confusion which blinds women, and midwives, to the reality of birth in the majority of obstetric units.“
via Radical Midwifes UK

Ich lese in den letzten Tagen wieder soviele schlimme Geburtsberichte, wo der Wendepunkt letztlich immer bei der ersten Intervention ist.

Zb hier:
„Die Geburt meiner Tochter lief hervorragend bis der Muttermund 6cm geöffnet war. Alles war super auszuhalten. Danach ging dann nichts mehr weiter. Sie haben die Blase gesprengt, mich an den Wehentropf gehängt, den immer höher geschraubt mit dem Resultat, dass immer noch nichts passiert war und der Muttermund anfing zuzuschwellen.
Und dann sprach die Hebamme die erlösenden Worte: Die Frauenärztin und sie hätten besprochen ob eine PDA nicht eine gute Lösung wäre. Welch himmlischen Worte!!“

„die ersten stunden im kreissaal waren noch sehr angenehm, mein mann und ich sind herumspaziert und ich konnte die wehen sehr gut ertragen. leider öffnete sich der mm nicht weiter und deshalb wurde ich gegen 10h an den wehentropf gehängt. von diesem moment an wusste ich nicht mehr recht, was los war.
alle 2 min wehen mit einer dauer von 1 min. ich war dem schmerz komplett ausgeliefert und konnte überhaupt nicht mehr mitarbeiten. durch die verkrampfung ging der muttermund natürlich weiterhin nicht richtig auf.“ (ende vom lied pda und dammriss 3. grades)

Sehr schoen finde ich ja auch, wenn Frauen solche Aussagen machen:

„Ich habe dann allerdings per Notkaiserschnitt entbunden. das hatte aber nichts mit der PDA zu tun.“
„Im Endeffekt, habe ich per KS entbunden, aber das hatte ja nichts mit der PDA zu tun.“

Fast der exakte Wortlaut, haben euch das die Aerzte vorgesprochen?
Nein, ich sollte nicht so gemein sein, sicher gibt es Frauen, fuer die eine PDA die absolute Rettung ist, aber ich wundere mich dann doch jedesmal wieder, warum es zu einer Situation kommt, wo die Frau so starke Schmerzen hat, das als letzte Moeglichkeit nur die ausser-Gefecht-setzung ihres gesamten Unterleibs bleibt, also des Teils ihres Koerpers, indem sich grade der Geburtsvorgang abspielt.
In den og Geburtsberichten findet sich eigentlich immer eine Interventionsspirale, von Weheneinleitung ueber PDA zu Instrumentengeburt/Dammschnitt/Kaiserschnitt, das ist eigentlich so offensichtlich und demgegenueber stehen eigentlich keinerlei Berichte von unkomplizierten Geburten. Ist heute jede Geburt ein Problemfall?

Spaeter mehr…

Wann ist eine Frau eine Frau?

aus eltern.de:

Tipps fuers Wochenbett

„4. Kussechter Lippenstift
Das Wochenbett ist eine höchst unerotische Zeit. Sich mit zentimeterdicken Flockenwindeln in der Hose und ständig durchnässten Still-BHs auch nur einigermaßen ansehnlich zu fühlen – fast unmöglich. Aber nur fast: Baby frühmorgens eine Viertelstunde bei Papa parken, sich die Zeit nehmen, sich richtig zu schminken, und zwar mit einem Lippenstift, der Marilyn Monroes würdig wäre. Und, siehe da – auf einmal sieht man sich selbst wieder als Frau. Kussecht muss der Lippenstift natürlich sein, weil sonst das Baby kurze Zeit später mit Knutschflecken übersät ist.“

„auf einmal sieht man sich selbst wieder als Frau“ ich persoenlich glaube ja, nichts macht einem mehr bewusst, eine frau zu sein, wie froehlich sprudelnde muttermilch und nachwehen, aber ok.
das allerdings ein bisschen lippenstift zum zwangslaeufig eher bequem orientierten wochenbett-outfit den grossen unterschied machen soll, wage ich zu bezweifeln. fettiges haar, jogginghose, aber hauptsache die dicken augenringe sind ueberpinselt…
ich wuerde dem papa lieber das kind fuer zwei stunden in die hand druecken, mal gut schlafen und anschliessend duschen und was leckeres essen, da haben sicher alle beteiligten mehr von.

Ein bisschen youtube muss sein!

3x Ina May Gaskin:

Das kannte ich noch nicht:

www.cappellinos.de (leider grade under construction).
Zinnhuetchen, die bei wunden, entzuendeten Brustwarzen wahre Wunder wirken sollen. Gibt es da noch andere Bezugsquellen? Ich hoffe ja nicht, das ich das brauchen werde, aber besser vorsorgen als das nachsehn haben!