Archiv für Februar 2009

Machte meinen Tag:

Und noch ein Interview:

Zur Hölle mit der Disziplin…
[…]
SZ: Apropos klare Haltung: Sie kritisieren das bei Eltern beliebte Buch „Jedes Kind kann schlafen lernen“. Darin wird erklärt, dass es besser ist, ein Kleinkind auch mal laut schreien zu lassen, als ständig zu ihm ans Bett zu rennen.

Bergmann: Das ist eine Form der seelischen Misshandlung. In den dreißiger Jahren kam die Idee auf, später hat kein Mensch mehr auf diesem Niveau geredet. Erst Ende der achtziger Jahre wurde dieser Ansatz wieder populär. Er kommt aus einem extrem ahnungslosen psychologischen Verständnis, welches sich auf die Technokratie der Beherrschung des kindlichen Verhaltens reduziert. Das ist ein Verstoß gegen die Mitmenschlichkeit.

SZ: Ja? Aber es hilft.

Bergmann: Mag sein. Aber es muss einem doch nicht immer als Erstes etwas einfallen, das auf die seelische oder körperliche Verfassung von Kindern zielt. Als meine Tochter abends geschrien hat, da bin ich zu ihr ins Zimmer rein und habe festgestellt: Allein meine Gegenwart beruhigte sie. Wenn ich die Hand auf das Herz meines Kindes lege, so komme ich auf eine ganz andere Ebene. Dann werde ich ruhig und das Kind wird auch ruhig, weil sich die Liebesbindung gerade wieder als verlässlich erwiesen hat. So lernt ein Kind schlafen.
[…]
SZ-Interview mit Wolfgang Bergmann
Und hier noch bei D-Radio

So halb OT:

„Der Trend zum Kreationismus ist ungebrochen“
[…]
SPIEGEL ONLINE: Ab wann gilt man in Ihrer Studie als Evolutions-Skeptiker?

Graf: Wenn man auf mehr als 80 Prozent der Fragen Antworten gibt, die sich nicht mit der Evolutionstheorie vereinbaren lassen.

SPIEGEL ONLINE: Sind das alles religiöse Eiferer?

Graf: Nein, keineswegs. Zwar hängen religiöse Überzeugung und Evolutionsskepsis zusammen. Aber viel stärker wirkt sich ein naives Wissenschaftsbild aus. Knapp 15 Prozent der befragten Erstsemester haben keine Ahnung, wie Wissenschaft funktioniert. Da wird gesagt: „Wissenschaft ist doch auch nur dogmatisch.“ Viele stellen sich vor, wir würden Steinchen für Steinchen ein großes Mosaik der Wahrheit zusammensetzen. Sie wissen schlicht nicht, dass jedes wissenschaftliche Wissen immer nur vorläufig ist und jede Aussage überprüfbar sein muss.

SPIEGEL ONLINE: Woran liegt das?

Graf: Wenn jemand nach 13 Schuljahren noch nicht einmal ahnt, wie Wissenschaft funktioniert, dann läuft dort etwas schief. Vielfach thematisiert die Schule Wissenschaftstheorie überhaupt nicht. Sie muss das Thema Evolution umfangreicher angehen – und vor allem früher, nicht erst in der 9. und 10. Klasse.
[…]

Das unterschreibe ich sofort.
Desweiteren ist es ja einfacher, sich die Welt selbst zu erklaeren bzw zu „machen“ (gemaess Pippi Langstrumpf „ich mache mir die Welt, wie sie mir gefaellt“), ohne das diese Ideen einer wissenschaftlichen Beweisfuehrung standhalten muessen. Das waere ja vermutlich auch reaktionaer. Uiuiui, Tiffy.

Das gefällt mir:

stillen in marin
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Selten so geballt uninformierten Quatsch gelesen…

wie in diesem Beitrag.
Wenn mir mal langweilig ist, werde ich sicher Punkt für Punkt darauf eingehen.
Derweil nur soviel:
Der ungezügelte Konsum von Cola ist natürlich ein unschlagbarer Grund, sein Kind mit Kunstmilch zu ernähren.

Aus der Reihe: Software die die Welt nicht braucht…

Breastfeeding 1.0

„Deutsche Beschreibung: Breastfeeding ist ein Programm das für stillende Mütter gemacht wurde. Es soll dazu dienen, sich daran zu erinnern von welcher Brust das Baby als letztes getrunken hat. English Description: Breastfeeding is created for nursing mothers. It is to serve to remember from which breast the baby as latter drank.“

Vergleichsweise gutes Interview zum Thema Medienkonsum:

Christian Pfeiffer bei bildungsklick.de